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Gebrauchshund mit Familiensinn Geschichte: Der mittelhochdeutsche Name dieser Rasse bedeutet soviel wie "Wächter der Habe und des Hofes". Hunde mit diesen Aufgaben gibt es zwar seit Jahrhunderten, von einer abgegrenzten Rasse konnte aber bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts keine Rede sein. Als Herauszüchter des modernen Hovawarts gilt Kurt F. König, der in den 20er Jahren kräftige, langhaarige Bauernhunde aus dem Harz und dem Schwarzwald als Zuchtbasis nutzte. König kreuzte dieses sogenannten "Typhunde" vor allem mit Deutschen Schäferhunden, Kuvasz, Leonberger und Neufundländern. 1937 wurde der Hovawart offiziell als Rasse, 1964 als Gebrauchshund anerkannt. Häufigkeit: Als Ursprungsland des Hovawarts gilt Deutschland. 1995 lag der Hovawart mit 1.576 in VDH- Zuchtbüchern eingetragenen Welpen auf Rang 15 der Beliebtheitsskala aller Rassen in Deutschland. Hierzulande dürfte es derzeit etwa 12.000 Hovawarte geben. Verwendung: Der Hovawart ist als agiler Gebrauchshund mit hervorragender Nasenveranlagung und für alle Arten des Hundesportes geeignet. Vor allem ist er ein wachsamer Familienhund mit natürlichem Schutztrieb, der durch seine große Intelligenz und seine Lernbereitschaft besticht. Eigenschaften: Der Hovawart zeigt eine ausgeprägte Bindung an seine Bezugsperson. Eine ständige Zwingerhaltung ist daher für ihn ungeeignet. Bereits beim Züchter optimal geprägt, kann er ein großer Kinderfreund sein. Seinem großen Beschäftigungs- und Bewegungsdrang muß in jedem Fall Rechnung getragen werden, um den Hovawart seelisch und körperlich auszulasten. Besonderheiten: Der selbstbewußte Hovawart stellt hohe Ansprüche an seine Besitzer. Seinem Tatendrang und einem gewissen Dominanzbestreben müssen von Welpenbeinen an Grenzen gesetzt werden. Anfängern sei der Gang auf den Hundeplatz mit einem Hovawart dringend empfohlen! Fingerspitzengefühl ist bei der Erziehung nötig: Übertriebene Härte und übertriebene Duldsamkeit wirken sich gleichermaßen negativ aus. Wer aber seiner Persönlichkeit gerecht wird, hat mit dem Hovawart einen Freund an seiner Seite, der mit ihm durch Dick und Dünn geht. |