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Genau wie bei anderen Lebewesen der Erde und somit auch beim Menschen, durchlebt auch der Hund
mehrere Entwicklungsphasen. Bis der Hovi also tatsächlich "ausgewachsen" (sowohl vom Körperbau als auch vom Kopf her!) ist,
ca. 7 Phasen durchlebt. In diesen Phasen muss dem Welpen und Junghund ein soziales Verhalten beigebracht werden, denn dieses
ist die Grundlage für ein gemeinsames Zusammenleben mit Menschen. Angemerkt sei hier schon einmal,
dass der Hovawart zu den eher spät reifen Rassen zählt. Doch trotzdem beginnt die Prägung schon direkt
nach der Geburt, denn schon hier werden vom Welpen die Umgebungsgeräusche wahr genommen.
Im Folgenden sollen die 7 Phasen etwas verdeutlicht werden: Neugeborenenphase (1. und 2. Lebenswoche) Instinktiv begeben sich die Kleinen schon unmittelbar nach der Geburt an die Milchbar der Mutter. Doch bereits hier gibt es Unterschiede von Welpe zu Welpe. Während der eine sofort ohne wenn und aber zur Milchbar krabbelt, hält sich der andere vielleicht schüchtern zurück. Die ersten Lebenswochen verbringen die Welpen fast ausschließlich mit Schlafen und Essen. Doch der Geruchssinn ist bereits entwickelt. Übergangsphase (3. Lebenswoche) Zwischen dem 10. und 15. Lebenstag beginnen sich die Augen zu öffnen und die Welpen entwickeln das zunächst noch schwache Sehvermögen schnell weiter. Ab dem 20. Tag können die Kleinen auch langsam hören. Mit dem ende der dritten Lebenswoche kann der Welpe sehen, hören, riechen, stehen und gehen und bereits feste Nahrung zu sich nehmen. Die wichtigsten Dinge funktionieren also schon. Prägungsphase (4. bis 7. Lebenswoche) Vielfach wird diese Phase auch 1. Sozialisierungsphase genannt. Der Hund lernt mit Menschen und seiner Umwelt umzugehen. In diesem Zeitraum wird der Hund zudem auf die Mutter, Geschwister und auch Menschen geprägt. Der Welpe sollte also mit möglichst vielen Menschen direkten Kontakt bekommen um später keine Angst vor Menschen zu haben. Neben dem sozialen Kontakt sollte der Welpe auch schon möglichst viele Umwelteinflüsse wie laute Geräusche von Autos, Staubsaugern oder Schüssen. Diese Prägung muss jedoch noch vom Züchter erfolgen. Sozialisierungsphase ( 8. bis 12. Lebenswoche) In diesem Alter kommt der Welpe im Normalfall zum neuen Herrchen. Ab nun liegt es an dem neuen Besitzer den Hovi optimal für später zu sozialisieren. Dem Hund muss beigebracht werden, dass es sich unterzuordnen hat und er muss möglichst viele Dinge kennenlernen. So sollte man mit dem Welpen gerade in dieser Zeit viel erkunden und ihm beibringen, an gefährlichen Stellen aufzupassen (z.B. Autos meiden). Allerdings sollte man den kleinen nicht überbeanspruchen und mit neuen Dingen auf einmal überfluten, sondern vielmehr mit ein wenig Gefühl die Dinge in angriff nehmen. Weniger ist manchmal mehr! In dieser Zeit ist der Welpe auch besonders lern freudig und so kann man mit ihm im Spiel schon erste Dinge beibringen. So kann man z.B. durch das Suchen des "verlorengegangen" Herrchen sehr gut die Bindung zwischen Hund und Herrchen herstellen. Beim Spielen sollte man die in diesem Kapitel beschriebenen Dinge zu diesem Thema genaustes beachten. Wichtig ist auch das Spiel mit anderen Hunden. Rudelordnungsphase (5. und 6. Lebensmonat) Nun entwickelt sich langsam die Treue gegenüber dem Menschen. Spätestens hier sollte der Hund die Befehle "Sitz", "Platz", "Fuß" und "Komm" kennen und auch schon einigermaßen können. Aber man sollte immer bedenken "Der Hund ist noch ein Kind und muss daher keinen perfekten Gehorsam zeigen. Das wäre bei weitem zu viel verlangt! Pubertätsphase (7. bis 12. Lebensmonat) In dieser Phase der Sexualtrieb geweckt. Die Hündinnen werden das erste Mal läufig und die Rüden beginnen Reviere zu markieren. Hier ist Vorsicht geboten, da der Hund gerne austestet, wer den nun der Boss ist. Wieder einmal ist Konsequenz gefragt. Zudem entwickelt der Hovi seinen Bewachungs- und Schutztrieb. Reife Erst mit etwa drei Jahren hat der Hovi sein Wesen voll entwickelt, ebenso wie sein Fell. Und auch der Bewachungstrieb ist nun erst voll und ganz vorhanden. |